Eidfjord auf eigene Faust
Gräberfeld und Kirchen zu Fuß oder Wasserfall und Natursenter im Tal
Eidfjord auf einen Blick
- Anlegestellen
- Kreuzfahrtkai Eidfjord (120 m) im Ortszentrum
- Weg ins Zentrum
- 50 bis 200 m vom Kai zu Läden und Lokalen
- Nahverkehr ab Kai
- Bushaltestelle rund 200 m vom Kai; Shuttlebus nur nach Vorbestellung
- Hauptziele
- Hæreid-Runde ab Ortszentrum (75 bis 90 Min.), Norsk Natursenter (7 km ab Kai), Vøringsfossen (20 km ab Kai)
Inhaltsverzeichnis
Vom Kai direkt ins Dorf
Eidfjord liegt am innersten Ende des Hardangerfjords, der mit 179 Kilometern der zweitlängste Fjord Norwegens ist. Im Dorf leben rund 950 Menschen. Der Kreuzfahrtkai ist 120 Meter lang und liegt mitten im Ort, an einem Tag legen höchstens zwei Schiffe mit zusammen 4.000 Passagieren an.
Die Touristeninformation in der Ostangvegen 23 steht nur 30 Meter vom Kai entfernt. Zu Läden und Lokalen gehst du 50 bis 200 Meter, darunter ein Coop und ein Joker mit Postschalter. Öffentliche Toiletten gibt es an der Galerie Nils Bergslien und, im Sommer tagsüber, an der Feuerwache. Das WLAN des Hafens deckt den ganzen Kaibereich ab. Die Bushaltestelle liegt rund 200 Meter vom Schiff, einen Shuttlebus gibt es nur nach Vorbestellung. Durchs Zentrum führt außerdem ein rollstuhlgerechter Weg.
Was in deine Liegezeit passt
Die drei Wege im Dorf beginnen wenige Schritte vom Kai. Natursenter und Wasserfall liegen sieben und 20 Kilometer außerhalb, dafür brauchst du einen Transfer. Die Zeiten für beide schließen eine Stunde vor Ort ein.
| Plan | Weg und Dauer | Passt, wenn |
|---|---|---|
| Kirchen und Trebua | dunkelblaue Route, rund eine Stunde | du Holzhandwerk und alte Mauern sehen willst |
| Hæreid-Runde | gelbe Route ab der Brücke, 75 bis 90 Minuten | du einen Anstieg auf rund 100 Meter schaffst |
| Bimmelbahn | eine Stunde ab der Touristeninformation | du das Gräberfeld ohne Anstieg sehen willst |
| Norsk Natursenter | sieben Kilometer, rund anderthalb Stunden | es regnet |
| Vøringsfossen | 20 Kilometer, eine Stunde und 45 Minuten | dein Anlauf zwischen April und Oktober liegt |
Hæreid und das Gräberfeld über dem Fjord
Die gelbe Route beginnt an der Brücke im Ort und führt hinauf auf die Hochfläche von Hæreid, rund 100 Meter über dem Meer. Dort liegen Gräber aus der Eisen- und der Wikingerzeit, das größte vorgeschichtliche Gräberfeld Westnorwegens. Auf der Runde kommst du am Aussichtspunkt Hodna vorbei, der weit über den Fjord blickt. Für die 5,5 Kilometer auf Asphalt und Schotter rechnest du 75 bis 90 Minuten.
Bleibt dir danach Zeit, hängst du die hellblaue Route an. Sie verlässt den Hæreidsvegen über einen rauen Pfad mit Fjordblick, fällt dann steil zu einem Wohngebiet ab und führt am Ufer zurück ins Zentrum. Sie ist etwas schwieriger als die beiden anderen Wege und dauert rund eine Stunde.
Alte Kirche, Trebua und Galerie Bergslien
Die dunkelblaue Route verbindet die zwei Kirchen von Eidfjord: die neue von 1980 und die mittelalterliche St.-Jakobs-Kirche von 1309, die von innen nicht zu besichtigen ist. Unterwegs liegt die Holzwerkstatt Trebua, die an Tagen mit Kreuzfahrtanläufen öffnet. Sie zeigt eine Sammlung Hardangerfiedeln des Geigenbauers Anders J. Aasen, dazu Schnitzereien und Handgemachtes aus Holz.
Die Bimmelbahn fährt in einer Stunde durch den Ort und über das Gräberfeld der Wikinger, an der alten Steinkirche hält sie für Fotos. Im Vøringfoss Hotel zeigt die Galerie Nils Bergslien eine große Dauerausstellung des Malers aus der Gegend, der von 1853 bis 1928 lebte, dazu wechselnde Gastausstellungen. Für den Besuch reichen 30 bis 60 Minuten.
Vøringsfossen über dem Måbødalen
Der Vøringsfossen ist 182 Meter hoch, 145 davon fällt das Wasser frei von der Hardangervidda ins Måbødalen. Die Aussichtsanlagen an Fossli und Fossatromma liegen auf rund 700 Metern Höhe. Seit August 2020 führt eine Stufenbrücke über den Wasserfall, im Fossli Hotel gibt es ein Restaurant.
Je nach Schneelage ist der Wasserfall vom 1. April bis 31. Oktober zugänglich, so lange sind auch die Toiletten an Fossli und Fossatromma offen. Im Winter können Wege gesperrt sein, und Schnee verdeckt dann manche Absperrung. Die Besucherhinweise zum Vøringsfossen nennen den aktuellen Zustand der Anlagen.
Norsk Natursenter bei Regen
Das Norsk Natursenter steht in Øvre Eidfjord an der Sæbøtunet 11 und ist das ganze Jahr geöffnet. Es ist zugleich Besucherzentrum des Nationalparks Hardangervidda. Auf drei Etagen folgst du der Erdgeschichte von vor 2,9 Milliarden Jahren bis heute, Rentier, Elch und Hirsch werden vorgestellt, in Aquarien schwimmen Bergforellen. Der Panoramafilm „Norge mitt land“ läuft auf einer 21 mal 4 Meter großen Leinwand, die 225 Grad deines Blickfelds füllt. Details stehen beim Norsk Natursenter.
Willst du bei Regen im Dorf bleiben, findest du rund 300 Meter vom Kai die Wikingerausstellung Ravenheart Hardanger im Tunet på Haugen. Die einstündige Führung erzählt Geschichten aus der Wikingerzeit und nimmt bis zu zwölf Personen mit. Die Galerie Bergslien liegt ebenfalls nah am Kai.
Zurück zum Kai
Von den Wegen im Dorf bist du schnell zurück, die gelbe Route endet wieder an der Brücke und die hellblaue am Ufer im Zentrum. Nach Natursenter oder Wasserfall richtet sich deine Rückkehr nach dem Transfer, mit dem du hinausgefahren bist. Weitere Hilfe bei der Wahl zwischen Ausflug und eigener Runde bietet Landausflüge planen.
Fragen zu Eidfjord
Was ist am Bergbauernhof Kjeåsen bei Eidfjord besonders?
Der Hof liegt wie ein Adlerhorst auf einem Felsabsatz rund 600 Meter über dem Simafjord. Die Straße hinauf ist im Wechsel geregelt, bergauf geht es zu jeder vollen Stunde, bergab jeweils zur halben. Je nach Schneelage ist sie vom 1. Mai bis 30. September befahrbar.
Was siehst du am Staudamm Sysendammen?
Der Damm liegt 30 Kilometer vom Kai und zählt zu den größten Steinschüttdämmen Norwegens. Er ist 1.160 Meter lang und besteht aus 3,6 Millionen Kubikmetern Stein und Moräne. Vom Parkplatz blickst du auf den Gletscher Hardangerjøkulen. Erreichbar ist der Damm je nach Schneelage vom 1. Mai bis 30. September.
Kommst du von Eidfjord per Boot zur Hardangerbrücke?
Ja, die Hardanger Fjordsafari startet mit Schlauchbooten im Hafen und fährt eine halbe oder eine ganze Stunde, unter anderem nach Hotle, zur Hardangerbrücke und ins Simadal. Vorher bekommst du Schutzkleidung und eine kurze Sicherheitseinweisung. Die Brücke wurde im August 2013 eröffnet und ist mit 1.310 Metern Hauptspannweite die längste Hängebrücke Norwegens.
Mit welcher Hurtigruten-Reise kommst du nach Eidfjord?
Eidfjord liegt auf der Route der Inner Fjords Explorer, einer achttägigen Rundreise ab Bergen, die außerdem Rosendal, Skjolden, Ålesund und Olden anläuft. Abfahrten gibt es im Frühjahr und im Herbst, die Folge der Häfen kann sich verschieben.